Dreiländerpark – Offener Raum ohne Grenzen
Das Projekt Dreiländerpark (3LP) ist eine Arbeitsgemeinschaft zwischen neun Partnern in den Niederlanden, Belgien und Deutschland. Ziel ist der Erhalt, die Entwicklung und nachhaltige Bewirtschaftung des ländlichen Raumes um die MHHAL-Städte (Maastricht, Hasselt, Heerlen, Aachen und Lüttich). Dieses Gebiet bildet das grüne Herz der Euregio und ist charakterisiert durch einen starken Wechsel zwischen den Städten und dem umliegenden ländlichen Gebiet mit einem enormen Reichtum an kulturhistorischen, landschaftlichen und natürlichen Werten.
Die Zusammenarbeit begann 2001. Das Projekt 3LP wurde von 2002 bis 2005 aus EU-Interregfonds der Euregio Maas-Rhein gefördert und vom Generalsekretariat der Benelux-Wirtschaftsunion unterstützt.
In der ersten Phase des Projekts wurden gemeinsame Visionen zur räumlichen Entwicklung, nachhaltiger Landwirtschaft, Landschafts- und Naturbewirtschaftung und Tourismus Erarbeitet. Diese Visionen wurden im Oktober 2003 in der „Entwicklungsperspektive Dreiländerpark“ veröffentlicht.


Themen und Gebiete
Aus der Entwicklungsperspektive wurden sechs grenzüberschreitende Themen ausgearbeitet: < /p>
- Austausch von geografischen Daten und Kartenmaterial über die Euregio
- Zusammenarbeit regionaler Tourismusorganisationen bei der Erstellung von grenzüberschreitenden Rad-, Wander- und Reitrouten, Vereinbarungen und gemeinschaftlichem Werbematerial
- Stadt-Land-Bezüge: über die Bedeutung des ländlichen Umfeldes für Städte und wie diese zum dauerhaften Erhalt, zur Entwicklung und Pflege d der Landschaft beitragen können
- Gebietsausarbeitung eines grünen Korridors zwischen Ardennen - Voeren - Albertkanal und Kempen
- Ausarbeitung eines integralen Gewässerentwicklungsplans für Gulp/Göhl und Roode Beek/Wurm
- Formulierung und Ausführung einer gemeinsamen Kommunikationsstrategie für den 3LP.
Laufende Projekte
Diese Themen und Gebiete wurden in einer Reihe von Projektvorschlägen ausgearbeitet, die Anfang 2005 zur EU-Förderung bei der Euregio Maas-Rhein eingereicht wurden. Zwei Projekte werden jetzt von Interreg mitfinanziert und sechs andere Projekte werden über eigene regionale Investitionsprogramme der Partner realisiert. Die derzeit laufenden Projekte sind unterschiedlicher Natur.
- So das Projekt „GIS Pläne und Bauten“, das die räumlichen Pläne im Grenzgebiet für die Nachbarn auf der anderen Seite der Grenze zugänglicher machen soll.
- Das Projekt „Landmarks Grensschap Albertkanaal“, das Wahrzeichen entlang der Maas wieder herstellt und den gemeinen Scheckenfalter schützt.
- Das Projekt „Euregionale Landschaftspflege“, das dieses Jahr bilateral von der Stiftung IKL (Inrichting Kleien Landschapselementen) in Zusammnenarbeit mit der Regiont Hespengau-Voeren ausgeführt wird.
- Verschiedene touristische Projekte, welche die Rad- und Wanderrouten zwischen Niederländisch-Limburg und dem Gebiet Voeren miteinander verbinden.
- Schließlich die Teilprojekte des Bachtals Göhl/Gulp sowie die Landschaftsentwicklung in Lontzen, das Quellenland Epen, die Wasserbewirtschaftung und Naturentwicklung Welkenraedt, Kunst und Geschichte Lontzen und die Ufermauern in Valkenburg.
Aktuell in 2006 - 2007
- Politische Beratungen über Natur- und Landschaftspläne in den verschiedenen Landesteilen. Darin werden die Möglichkeiten zum Bau und Unterhalt von grenzüberschreitenden Natur- und Landschaftselementen ermittelt. 2006 wurde eine Sachverständigensitzung organisiert, in der verschiedene Initiativen sich vorstellten. Im Herver Land wird inzwischen an einer „Landschaftskonvention“ gearbeitet, in der alle Gemeinden Vereinbarungen über die nachhaltige Nutzung ihres ländlichen Gebiets treffen.
- Gebietsausarbeitung St. Pietersberg / Montagne St. Pierre. Hierbei handelt es sich um eine Analyse und Gestaltung der ökologischen Verbindungszone zwischen Voeren - St. Pietersberg – Albertkanal.
- Entwicklung des Baches Göhl/Gulp. Dazu wird der ehemalige Ausschuss für das Einzugesgebiet der Göhl/Gulp reaktiviert. Flämische, wallonische und niederländische Partner arbeiten hierbei zusammen an einer natürlicheren und saubereren Göhl/Gulp.
- Umsetzung von touristischen Projekten aus 2005. Verbindung von Fahrradknotenpunkten und -netzen, gemeinsame Werbekampagnen im 3LP-Gebiet, Veröffentlichung von grenzüberschreitenden Wanderkarten. Diese Projekte werden ohne Interreg-Förderung von den Partnern ausgeführt.
- Zusammenarbeit mit der Euregionale 2008-Agentur bei der Umsetzung der Grünmetropole.
- Öffentlichkeitsarbeit: Veranstaltungen und Events, auf denen das Projekt 3LP bereits vorgsetellt wurde oder demnächst vorgestellt wird
Partner
Die Partner finden Sie hier.
Das Projekt hat eine Lenkungsgruppe, in der Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung aller Partner vertreten sind, eine behördliche Projektgruppe und themenspezifische Arbeitsgruppen. Die Arbeit wird vom Generalsekretariat der Benelux-Wirtschaftsunion in Form von Gutachten, Dolmetsch- und Übersetzungsdiensten unterstützt.
