Ein Park ist mehr als ein Park. Das beweist diese Entwicklungsperspektive Dreiländerpark.

Diejenigen, die hier wohnen, sind sich dessen vielleicht nicht jeden Tag bewusst, aber es handelt sich hier um ein einzigartiges Gebiet mit einem Schatz an Kultur, Natur und Landschaft, einer hervorragenden Wohnqualität und fruchtbarem Boden. Die Touristen wissen uns zu finden und das gute Leben in diesem Stück von Europa zu schätzen. Der Dreiländerpark ist das grüne Herz der Euregio. Er ist ein Gebiet, das wir auch für zukünftige Generationen Bewohnern und Besuchern schön, offen und zugänglich halten möchten.

Im März 2001 wurde ein euregionales Projekt gestartet, das zum Ziel hat, eine Zukunftsvision und ein Handlungskonzept für einen gemeinsamen "Dreiländerpark" zu formulieren. Die von der niederländischen Provinz Limburg für das Projekt Dreiländerpark mit Partnern in Deutschland, Flandern und Wallonien angestrebte Zusammenarbeit ergibt sich aus der Erkenntnis, dass es sich hier um ein wertvolles Gebiet handelt, das an sich einzigartig ist, jedoch auch unter schwerem Druck steht. Die Entwicklungsperspektive ist jetzt abgeschlossen und eröffnet einen Blick in die Zukunft.

Sie ist der Beleg für eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen drei Ländern, 9 Partnern und mehr als 50 Teilnehmern aus Behörden und Interessenverbänden in der Euregio. Es war nicht immer einfach, was jedoch bei Arbeiten im internationalen Bezug der Normalfall ist. Jedes Land hat seine eigenen Regeln, besonders wenn es sich direkt oder indirekt um räumliche Planungen von Gebieten handelt. Es ist unerlässlich, diese Regeln einzuhalten um damit die behördliche Bereitschaft zur Mitwirkung in jedem Landesteil sicherzustellen. Deshalb freut es mich umso mehr, dass wir zusammen das Ziel erreicht haben. Jetzt liegt ein Dokument vor, aus dem alle Partner in allen Landesteilen ihren Nutzen ziehen können und – das hoffe ich inständig – aus dem sie die Inspiration schöpfen können, um gemeinsam weiter zu machen.

Diese Zusammenarbeit bietet auch neue Möglichkeiten, den Dreiländerpark innerhalb Europas als ein einzigartiges Gebiet ohne Grenzen zu profilieren. Es erhöht unsere Chancen auf europäische Finanzierung grenzüberschreitender Projekte. Die Fortentwicklung dieses Projekts ist vor allem vom Willen der Partner abhängig, weiterhin bei konkreten Projekten zusammenzuarbeiten. Ich lade deshalb jeden herzlich ein, damit jetzt schon zu beginnen.

Alle neun Partner haben ihren Beitrag zu den Kosten und zur Personalbesetzung geleistet und die Provinz Limburg stellte für die Dauer dieses Projekts einen Projektleiter ein. Die Benelux–Wirtschaftsunion erleichterte diese euregionale Initiative mit einem Sekretariat und durch die zur Verfügung Stellung von Dolmetschern und Übersetzungsmöglichkeiten. Die Euregio Maas–Rhein finanzierte einen Teil der Projektkosten mit Mitteln aus dem Interreg–III–Fond. Dank aller dieser Beiträge waren wir in der Lage, einen schnellen Start zu bewerkstelligen und die erste Phase auch zu einem guten Ende zu führen. Ich möchte somit auch jedem(r) danken, der (die) auf seine oder ihre Weise am Zustandekommen dieser Entwicklungsperspektive mitgearbeitet hat.

Zum Seitenanfang Odile Wolfs, Abgeordnete
ehemalige Vorsitzende Internationale Lenkungsgruppe Dreiländerpark (2001 - 2003)



Festakt in Limburg