Landschaft und Kulturgeschichte

Charakterisierung

Der "Dreiländerpark" befindet sich im Zentrum des alten Europa und besitzt einen verschiedenartigen erdkundlichen Untergrund mit vielen Rohstoffen und Mineralen, wie Lehm, (blauem) Kalkstein, Sandstein, Schiefer, Steinkohle, Kies, (Silber)Sand, Feuerstein, Blei, Zink und Eisenerz. Die Region ist seit dem Paläolithikum (Feuersteingewinnung) bewohnt und hat eine Reihe von Bewohnern und Besatzern gekannt: Neandertaler, die ersten Landwirte, Kelten, Römer, die Franken unter Karl dem Großen, die Franzosen unter Napoleon, die Invasionen während des 1. und 2. Weltkrieges: Jede dieser Zeitabschnitte hat ihre Spuren in der Landschaft und Kultur des Gebietes hinterlassen. Lesen Sie mehr ...

Hauptprobleme

  • Die durch den Dreiländpark verlaufenden Sprachgrenzen (Niederländisch, Deutsch, Französisch) bilden für die gewünschte Intensivierung der wechselseitigen Zusammenarbeit oft noch ein Hindernis.
  • Fortschreitende Suburbanisation, Verstädterung und Zunahme der Betriebsgrößen in der Landwirtschaft führen zu einer stets fortschreitenden Beeinträchtigung der charakteristischen Landschaft und des Kulturerbes.

Entwicklungsmöglichkeiten

Im Gebiet des "Dreiländerparks" (mit dem nördlichen Teil des Kreises Aachen / Alt-Aachener Revier) sollte man eine kleinteilige, multifunktionale Kulturlandschaft anstreben, in der Vielfalt und Verschiedenheit tonangebend sind. Lesen Sie mehr ...

Mögliche Themen- und Gebietsausarbeitungen

  1. Betonung der archäologischen Spuren in der Landschaft (Neandertallager, Feuersteingewinnung, erste landwirtschaftliche Niederlassungen, römische Straßen/Tumuli/Villen, mittelalterliche Gegenstände, Schanzen, Festungen und Ruinen).
  2. Verstärkung der landschaftlichen Einbettung von Dörfern und Weilern.
  3. Erhalt und Wiederherstellung von (kulturhistorischen) Landschaftselementen.
  4. Verbesserung der Zugänglichkeit und mögliche Neugestaltung von charakteristischen Industrie- und Bergbaukomplexen aus pädagogischer, touristischer und historischer Sicht (Lüttich, Heerlen, Stadt und Kreis Aachen - Schwerpunkte sind dabei Herzogenrath, Alsdorf, Würselen und Baesweiler -, Maasmechelen).

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Ancien régime (1648 - 1794) Vergrößern Sie die Karte!


Französische  Zeit (1794 - 1814) Vergrößern Sie die Karte!

Kulturgeschichte


Die Entwicklungsgeschichte des Gebietes kann aus einer Reihe von historischen Karten abgeleitet werden und
ist eine Widerspiegelung der europäischen Geschichte. Bis weit nach
dem Zweiten Weltkrieg haben bedeutende Verschiebungen bei Sprach- und Kulturgrenzen stattgefunden. Die letzten Veränderungen der Staatsgrenzen resultieren aus dem Jahr 1963, als damals eine Grenzkorrektur
zwischen Deutschland und den Niederlanden vorgenommen wurde. Gemeinde- und Regionalgrenzen unterliegen immer noch Veränderungen.